Detailinformationen: (Sehenswertes/Kirche)
+++ St. Barbara Kirche +++
Landkreis: Erzgebirgskreis
Kontakt: Ev.-Luth. Pfarramt
08352 Raschau-Markersbach OT Markersbach
Annaberger Str. 84
Telefon: 03774 862 21
Fax: 03774 862 21
Homepage: www.kirche-markersbach.de
Kurzbeschreibung: Unsere Kirche ist eine der ältesten Kirchen im Erzgebirge. Die Grundsteinlegung erfolgte 1249 durch den Grünhainer Abt Henricus de Myla. Durch Bischof Engelhardt aus Naumburg wurde sie 1250 auf die Namen der Schutzheiligen des Naumburger Bistums Petrus und Paulus geweiht. Im 15. Jahrhundert gewann der Bergbau an Bedeutung. Die Eisenerzgewinnung und die dazu gehörigen Hammerwerke waren besonders vertreten. Nachdem unsere Kirche um 1430 von den Hussiten geplündert und entweiht worden war, bekam sie nun bei der Neuweihe den Namen der Schutzheiligen der Bergleute: Sankt Barbara. Eine Barbara-Figur aus dieser Zeit stand seitdem in der Kirche. Als sie in den 40iger Jahre des 20. Jahrhunderts in Dresden restauriert werden sollte, ist sie leider bei dem verheerenden Bombenangriff auf Dresden mit verbrannt. Seit dem 04. Dezember 2001 steht sie als Kopie wieder in der Kirche. Die Innenausstattung der St. Barbara-Kiche stammt aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und steht heute unter Denkmalschutz, so wie auch die Kirche selbst. Die Holzdecke der Kirche ist reich bemalt mit Szenen aus der Bibel. Der Taufstein von etwa 1600 ist eine geschnitzte Figur Johannes des Täufers, zu seinen Füßen ein Taufkind nach der Art des erzgebirgischen Bornkinnels. Der Chor mit Kreuzrippengewölbe stammt aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die wertvolle Kanzel aus dem Jahr 1610. Gestiftet von dem Hammerherrn Enoch Pöckel zum Gedenken seines Schwiegervaters, Hammerherrn Matthes Siegel. 1660 erfolgte die Umgestaltung im barocken Stil. Die erste Orgel wurde 1663 eingebaut. 1720 erfolgte die Errichtung des Altars und des Beichtstuhles sowie der Einbau von Hammerherrenchören mit besonderen Eingängen von außen. 1887 Bau der Pfarre. Der seitdem entfernte Marienaltar von 1450 wurde auf dem Dachboden der Kirche 1923 wiederentdeckt, restauriert und 1924 in der Kirche aufgestellt. Während einer Führung im Anschluß an den Gottesdienst oder nach telef. Vereinbarung unter 0 37 74 / 8 62 21 o. 82 29 86, können Besucher sich von dem beeindruckenden Klang der 1806 geweihten Orgel überzeugen, die von dem Adorfer Orgelbauer Johann Gottlob Trampeli errichtet wurde. Experten sprechen ihr den Klang einer Silbermann Orgel zu. Besuchen Sie uns zu unseren Gottesdiensten und lassen Sie in Stille und Andacht die Schönheit dieser heiligen Kunstwerke auf sich wirken.
22.08.2017    

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