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Grußwort zur Mettenschicht am 17. Dezember 2016 in Sosa

Liebe Bergbrüder,

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

 

zur diesjährigen Mettenschicht hier am Frölich Stolln in Sosa möchte ich Sie ebenfalls herzlich willkommen heißen und Ihnen die herzlichen Grüße unserer Kommune überbringen. Die Bergbrüderschaft Sosa folgt mit ihrer Mettenschicht einer jahrhundertealten Tradition, die untrennbar mit dem Bergbau verbunden ist. Kern der Mettenschicht ist neben dem besinnlichen Beisammensein aller Gewerke vom Steiger bis zum Knappen auch das Gedenken der im Berg Gebliebenen und der Dank für ein reiches Erzausbringen und das damit verbundene Feiern. Meistens war es der Steiger, der eine besinnliche Ansprache gehalten hat, die das Jahr im Berg im Rückblick beleuchteten.

 

In der Ära nach dem Bergbau wurde diese Tradition fortgesetzt, die Inhalte der Ansprachen bezogen sich auf die Tradition, aber auch auf die aktuellen Themen unserer Gesellschaft. So möchte ich auch als Vertreter der Kommunalpolitik einige Gedanken zur diesjährigen Mettenschicht beifügen.

 

Im Gegensatz zu den Bergleuten aus den vergangenen Jahrhunderten leben wir heute in einer Zeit der uneingeschränkten und fast grenzenlosen Kommunikation. Haben sich die Bergleute damals nur mühselig miteinander verständigen können, oftmals durch Klopfzeichen oder Glockenläuten, so sorgen heute Computer, Tablet-PCs und Smartphones für einen schnellen Austausch von Informationen über große Strecken hinweg.

 

Die Vorteile der heutigen Technik liegen auf der Hand. Man kann immer jeden sofort erreichen und ihm das Notwendige oder auch nicht Notwendige sagen. Die Bergleute von früher hingegen mussten sich einander auf das Wort oder auch auf eine Absprache verlassen können. Eine schnell nachgeschobene Zusatzinformation war in der Regel ausgeschlossen. Dieses Maß an gegenseitiger Verlässlichkeit hat die Menschen und im Besonderen die Bergbrüder zusammengeschweißt. Tagtäglich sind sie unbewusst Partnerschaften eingegangen, wo man sich aufeinander manchmal sogar auch auf Leben und Tod verlassen musste. Da blieb kein Raum für negative Gedanken oder auch für unnützen Streit.

 

War die Kommunikation über die moderne Technik bis vor wenigen Jahren noch eher eine Sache von schnellem privaten und geschäftlichen Informationsaustausch, so mussten wir in den letzten zwei Jahren lernen, dass diese modernen Kommunikationsmöglichkeiten längst die Meinungsmacht über unsere Menschen ausüben. Es ist geradezu erschütternd, wenn wir in diesen Tagen hören, dass Präsidentschaftswahlen in den USA von russischen Hackern durch maschinell gestreute Informationen im weltweiten Netz beeinflusst wurden. Wenn wir heute einen Computer oder den Fernseher einschalten, können wir nicht mehr davon ausgehen, dass die uns dort übermittelten Informationen aus dem Internet tatsächlich wahr sind. Viel schlimmer noch, manchmal haben nicht einmal mehr echte Menschen ihre Hand im Spiel. Der normale Journalismus wird abgelöst durch Millionen von freischaffenden Informanten, die nicht immer das Ziel haben, den Menschen zu dienen oder Gutes zu tun. Bertold Brecht hat dazu einmal gesagt:

 

„Denn die einen sind im Dunkeln und die anderen sind im Licht.

Und man siehe die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.“

 

Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Sinne wieder schärfen, so wie es die Bergleute früher tun mussten. Jeder, der in den Berg einfuhr, musste wachsam sein, weil überall Gefahren lauerten. Gefahren aus einer unbekannten Quelle können lebensbedrohlich werden. Und deshalb ist die Verbindung zwischen den Bergleuten damals und den heute lebenden Menschen gar nicht so weit weg. Im Grunde hat sich nichts geändert. Uns Menschen bleibt nur, wachsam zu sein und immer wieder das eigene Urteilsvermögen zu schärfen, um das Böse vom Guten unterscheiden zu können. Nur wenn wir das auch weiter beherrschen, wird diese Welt zum Guten gedeihen.

 

Im Rückblick auf unsere Gemeinde in diesem Jahr können wir mit Freude feststellen, dass wir viele Dinge wieder gemeinsam gemeistert haben. Ganz besonders freut mich, dass unsere Ortsteile von Carlsfeld über Eibenstock, Sosa bis Blauenthal weiter zusammengewachsen sind.

 

Dieses „Wir-Gefühl“ soll sich weiter entwickeln, nur in der Gemeinsamkeit haben wir die Chance, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Wir hatten ein stabiles finanzielles Jahr, in dem es gelingen konnte, überall wieder Investitionen zu tätigen. Auch für Sosa konnten einige Projekte zu Ende gebracht werden. Besonders hervorzuheben sind sicherlich dazu die Sanierung des Nebengebäudes der Kindertagesstätte und die Bauarbeiten zur Hochwasserschadensbeseitigung im Bereich der Bockauer Straße. Besonders erfreulich war auch der Stadt in das Projekt zur Neugestaltung einer Schauköhlerei am Parkplatz an der Talsperre. Darüber hinaus sind viele kleinere Dinge entstanden, die man gar nicht alle aufzählen kann.

 

Ich möchte mich aus diesem Grunde bei allen bedanken, die mit dazu beigetragen haben, dass unsere große Gemeinde weiter zusammenwächst und dass wir uns gegenseitig unterstützen bei den täglichen Aufgaben, die zu erledigen sind. Ein besonderer Dank gilt dem Ortsvorsteher Tobias Unger für seine Arbeit an den Projekten. Auch möchte ich mich bei den vielen ehrenamtlich Tätigen bedanken, die uneigennützig ihre eigene freie Zeit zur Verfügung stellen, um Dienst an der Gemeinschaft zu tun und sich für Projekte innerhalb der Gemeinde engagieren. Ob in einem Verein, ob als lose Vereinigung oder auch als Einzelner bei der nachbarschaftlichen Hilfe, jeder ist gefragt. Ein besonderer Dank am heutigen Tag gilt der Bergbrüderschaft Sosa e. V. für die Vorbereitung dieser Mettenschicht, auch allen Beteiligten, wie dem Gemischten Chor, den Posaunenchören, sei auf das Herzlichste gedankt.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

Nun geht das Jahr 2016 zu Ende. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit in Ihren Familien. Ich wünsche Ihnen Frieden und Ruhe miteinander um an die Geburt des Christkindes zu denken. Das ist der Grund für Weihnachten. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen Kraft, Gesundheit und Wohlergehen sowie Freude und Erfolg bei der Verwirklichung Ihrer ganz persönlichen Ziele. In diesem Sinne grüße ich mit einem herzlichen „Glück auf!“.

 

Uwe Staab

Bürgermeister