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Rede zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eibenstock am 12. Januar 2018

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

Sehr geehrter Wehrleiter, sehr geehrter stellvertretender Kreisbrandmeister,

Sehr geehrte Ortsvorsteher,

Sehr geehrte Gäste,

 

das Jahr 2018 ist nunmehr erst wenige Tage alt. Deshalb möchte ich noch einmal sehr gerne und sehr herzlich Ihnen allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2018 wünschen. Vor uns liegt sicherlich wieder ein ereignisreiches Jahr, das wir als Freiwillige Feuerwehr Eibenstock, als Stadtverwaltung Eibenstock und natürlich auch als Bürgerschaft von Eibenstock wieder gemeinsam meistern möchten.

 

Im vergangenen Jahr haben wir, so wie es unser Wehrleiter soeben dargestellt hat, wiederum zahlreiche Einsätze fahren müssen, die wiederum eine vielseitige technische Hilfeleistung, die Bergung verletzter Bürger, die Beseitigung umgestürzter Bäume und die Löschung von Bränden mit sich brachten. In allen Einsätzen haben Sie stets mit Einsatzbereitschaft und Engagement mitgewirkt und so die wichtige Aufgabe des Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung und der Gefahrenabwehr gemeistert. Hierfür möchte ich mich bei Ihnen, lieben Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, auf das Herzlichste bedanken. Ich spreche diesen Dank im Namen der Bürgerschaft der Stadt Eibenstock, im Namen aller Unternehmen unseres Ortes und natürlich auch im Namen des Stadtrates von Eibenstock aus. Wir alle sind auf Hilfeleistung und Unterstützung durch Sie angewiesen. Damit leisten Sie einen wichtigen Dienst im Gemeinwesen unserer Städte und Gemeinden und im Besonderen hier in unserem Ort Eibenstock.

 

Dieser Dienst ist nicht selbstverständlich und verlangt neben der täglichen Einsatzbereitschaft auch viel Zeit und Engagement bei der Durchführung der regelmäßigen Dienste, bei der Ausbildung und bei der Wartung der Technik. Insofern verdient Ihre Arbeit Dank und Anerkennung. Auch möchte ich widersprechen, wenn oft eine geringe Anerkennung der Leistung der FFW beklagt wird. Die Wertschätzung der Arbeit der Feuerwehren ist sowohl in der Bürgerschaft als auch im Stadtrat in hohem Maße gegeben.

 

Eine besondere Situation stellte für uns die Ausrufung der Sonderlage am 29.10.2017 in der Folge des Sturmtiefs „Herwart“ dar. Wir waren allein auf uns gestellt und mussten alle Aufgaben selbst erledigen. Es gab zwar bei der Alarmierung zur Herstellung der Einsatzleitung kleinere Probleme, aber ansonsten lief es sehr geordnet und zielorientiert ab.

 

Der technische Ausrüstungsstand unserer Feuerwehr ist nach wie vor als sehr gut einzuschätzen. Wir konnten wieder zahlreiche kleinere Anschaffungen tätigen und auch bei den Fahrzeugen die notwendigen Ersatzbeschaffungen für ausgesonderte Technik und den durchzuführenden Wartungsreparaturen leisten. Es war mit Sicherheit nicht das Jahr der großen Investitionen im Bereich unserer Feuerwehr, aber dennoch haben wir auch bei Einsatzbekleidung, Verbrauchsmaterial und dergleichen alle Wünsche erfüllen können. Nicht zu vergessen sind auch die Reparaturarbeiten an den in die Jahre gekommenen Gerätehäusern.

 

Einen großen Herzdrücker hatten wir ja bei der Ortsfeuerwehr Wildenthal mit der Nutzung der Räume im Erdgeschoss der Alten Poststraße 20. Hier bestand das Interesse der dort ebenfalls untergebrachten Gewerbetreibenden, die entsprechenden Auflagen des Gesundheitsamtes zu erfüllen, um ihr Geschäft aufrechterhalten zu können. Die dazu notwendige räumliche Erweiterung konnte nur dadurch realisiert werden, indem wir für die Feuerwehr Wildenthal eine andere Lösung des Mannschaftsraumes finden. Zum Ende des Jahres 2017 konnte diese gefunden werden. Gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft wurde das Gerätehaus soweit hergerichtet und die Feuerwehr nunmehr so untergebracht, dass die Dienste weiter abgesichert werden können. Dies ist sicherlich nicht selbstverständlich. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bei den Kameraden der Ortsfeuerwehr Wildenthal bedanken, dass sie letztendlich dem für sie nicht ganz einfach hinzunehmenden Kompromiss zugestimmt haben. Ich möchte Ihnen versichern, dass wir im Frühjahr alle noch notwendigen Arbeiten am Gerätehaus durchführen werden, um Sie in würdiger Form unterzubringen.

 

Insgesamt haben wir im Bereich der Ausbildung wiederum einiges erreichen können. Dabei spielt vor allem auch der Aufbau der Jugendfeuerwehren eine große Rolle. Die Jugendfeuerwehr in Carlsfeld hat mit ihren Erfolgen auf Wettkämpfen unter Beweis gestellt, welch guten Ausbildungsstand die jungen Nachwuchskameraden bereits erreicht haben. Auch die Jugendfeuerwehr in Eibenstock und die im Aufbau begriffene Jugendfeuerwehr in Sosa haben eine gute Entwicklung genommen. Deshalb möchte ich mich auch bei allen Jugendwarten sehr herzlich für ihre Arbeit und für ihr Engagement bedanken. Sehr positiv finde ich auch, dass die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet zwischen den Ortsfeuerwehren sehr gut funktioniert hat. Unser Hauptaugenmerk sollte auch in der Zukunft darauf liegen, weiterhin über Kindertagesstätten und Schulen zu versuchen, Kinder bereits im frühen Alter für die Feuerwehr zu interessieren. In der Regel muss das Feuer für die Feuerwehr bereits im Kindesalter angezündet werden, dann sind die Chancen gut, dass es auch im Erwachsenenalter weiter in den Kameraden brennt. Auch auf den super gelungenen Verjüngungsprozess bei der Feuerwehrkapelle Carlsfeld können alle stolz sein.

 

Das größte Problem stellt nach wie vor die Tageseinsatzbereitschaft dar. Bei einigen Einsätzen musste nachalarmiert werden, teilweise rückten einzelne Ortsfeuerwehren nicht aus. Ich bin mir sehr bewusst, dass wir gerade in unserer Gemeinde hier ein Problem haben, das wir nicht auf die Schnelle lösen können.

 

Die Integration von Mitarbeitern des Städtischen Bauhofes in die Ortsfeuerwehren ist für meine Begriffe in Sosa und in Carlsfeld sehr gut gelungen. Dort sind alle Bauhofmitarbeiter nunmehr Mitglied der Feuerwehr. Ich habe auch im Gespräch mit einzelnen Mitarbeitern des Eibenstocker Bauhofes mitbekommen, dass durchaus auch hier das Interesse besteht. Bei Einsätzen, gerade wie zum Sturm „Herwart“, halfen auch Nichtfeuerwehrleute tatkräftig mit. Nachdem wir gemerkt haben, dass das Prinzip Zwang nicht funktioniert, möchte ich auf die Freiwilligkeit setzen. Dies setzt aber voraus, dass wir, und das gilt nicht nur für Mitarbeiter des Bauhofes, für potentielle Neumitglieder eine Willkommenskultur in unserer Feuerwehr entwickeln. Dies ist bei einer durchorganisierten Gruppe, wo es auch auf Ausbildungen und Ausbildungsstände ankommt, sicherlich nicht ganz einfach. Aber Willkommenskultur kann ja auch in Hierarchien stattfinden. Ich bin überzeugt, wenn wir eine positive Willkommenskultur in den Wehren aufrechterhalten bzw. entwickeln, werden wir auch weitere Kameraden für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr gewinnen.

 

Das Problem der Tageseinsatzbereitschaft könnte eigentlich entspannter werden, da auch in Eibenstock mittlerweile ein gewisses Angebot an Arbeitsplätzen vorhanden ist. Längst suchen auch unsere Unternehmen händeringend Mitarbeiter. Insofern müssten wir über die weitere Entwicklung der Arbeitsplätze in unserem Ort vielleicht auch zu einer Verbesserung kommen. Darüber hinaus sollten wir hier vor Ort arbeitende junge Männer ansprechen, bei der Feuerwehr mitzumachen. Das kann ich als Bürgermeister tun, das können die Mitarbeiter der Stadtverwaltung tun, aber auch Sie als Kameraden selbst sind der beste Botschafter für die Feuerwehr in eigener Sache. Sprechen Sie junge Menschen an, sich für die Feuerwehr zu interessieren, vielleicht landen wir doch den einen oder anderen Treffer.

 

Nicht unerwähnt möchte ich auch die Änderung der Feuerwehrentschädigungssatzung der Stadt lassen. Wir haben entschieden, dass alle Kameraden, die an Einsätzen teilnehmen, eine Entschädigung von 4,- EURO je Einsatz zu zahlen. Der Stadtrat sieht dies als Zeichen der Wertschätzung für die Tätigkeit der Kameraden für unser Gemeinwesen.

 

Das Jahr 2018 wird von der investiven Seite her sicherlich nicht mit großen Anschaffungen oder Baumaßnahmen aufwarten können. Dennoch werden wir uns bemühen, notwendige Anschaffungen bei Technik und Ausrüstung durchzuführen, so dass die Wunschliste weiter abgearbeitet wird. Insbesondere arbeiten wir daraufhin, in den nächsten Jahren ein entsprechendes HLF neu anzuschaffen. Dies ist für die Ortsfeuerwehr Sosa vorgesehen. Die entsprechende Mittelanmeldung an das Landratsamt ist bereits erfolgt und wir hoffen, so nach und nach auf der Warteliste nach vorn zu rücken. Dennoch müssen wir uns bei den ständig steigenden Preisen darüber im Klaren sein, dass wir zwischen 230.000 und 280.000 EUR aus eigenen finanziellen Mitteln innerhalb der Gemeinde aufbringen müssen.

 

Auch planen wir den Beginn des Austauschs der inzwischen in die Jahre gekommenen Einsatzbekleidung. Ein besonderes Projekt in diesem Jahr wird die Umstellung auf die Rettungsleitstelle Chemnitz sein. Hierzu müssen alle Sirenensteuergeräte und Piepser ausgetauscht werden. Das Ganze soll im 2. Quartal 2018 begonnen werden. Das LRA hat hierzu bereits die ersten Aufträge ausgelöst.

 

Eine weitere wichtige Aufgabe wird die Durchführung der Ortswehrleiterwahl für Eibenstock am 3. März 2018 sein. Hier haben wir die Verpflichtung, die Ortsfeuerwehrleitung in Eibenstock neu aufzustellen und den Prozess der Harmonisierung weiter zu befördern. Ich denke, wir sind nach den Querelen der letzten Jahre auf einem sehr guten Weg. Hier ist mir wichtig, dass man noch einmal herausstellt, dass jeder Kamerad zuallererst Mitglied einer Feuerwehr ist und sich mit dieser Mitgliedschaft in den Dienst der Menschen stellt. Das Wort Kameradschaft sollte deshalb nicht nur nach außen wirken, sondern auch nach innen. Es nützt nichts, übereinander zu reden, sondern man muss miteinander reden. Jeder einzelne Kamerad ist ein Individuum mit seinem eigenen Charakter und seinen eigenen Fähigkeiten. Jeder Einzelne ist wertvoll und wird geschätzt. In diesem Sinne sollten wir auch so miteinander umgehen.

 

Am 8. Juni findet parallel zum Sächsischen Wandertag das Kreisfeuerwehrmusiktreffen in Carlsfeld statt. Hier wünsche ich den Organisatoren viel Erfolg und gutes Gelingen.

 

Der Haushalt für 2018 wird in etwa den gleichen Umfang haben, wie 2017. Die Einnahmen der Stadt sinken weiter, damit ist auch klar, welch große Leistung auch mit der Finanzierung der Ortsfeuerwehren aus dem städtischen Haushalt heraus gewirkt wird. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch dem Stadtrat danken, der die Aufgabe der Freiwilligen Feuerwehr stets als eine der wichtigsten Aufgaben sieht.

 

Nun werden wir heute viele Kameraden mit Jubiläen auszeichnen und Beförderungen aussprechen. All diesen Kameraden sei von hier aus auch eine besondere Würdigung entgegengebracht. Wir bedanken uns für Euer Engagement, für Eure Treue und für Euren Dienst.

 

Für den heutigen Abend wünsche ich uns gemeinsam ein paar schöne gemütliche Stunden und für das Jahr 2018 ein hoffentlich einsatzarmes und kameradschaftlich erfolgreiches Jahr.

 

Uwe Staab

Bürgermeister